die Seiten der Sozialistischen Jugend - Die Falken im Kreisverband Bad Doberan  
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Gezielter findest Du Informationen wohl nur noch mit unserer internen Suchmaschine. Falls Fragen bleiben, so scheue Dich nicht, sie uns zu stellen! Dazu ist unser Forum mit seinen verschiedenen Forenbereichen ganz praktisch.
Genial ist natürlich auch:www.Wikipedia.de

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Die Wahlgrundsätze gelten nicht nur bei den Doberaner Falken, sondern sind nach unserem Rechtsverständnis bei jeder demokratischen Wahl unabdingbar. Wahlen sind:

  • allgemein - jedes Mitglied hat das Recht sich an allen Wahlen im Kreisverband zu beteiligen
  • unmittelbar - jedes Mitglied nimmt mit seiner Stimme im Kreisverband direkt Einfluß und nicht über Delegierte
  • frei - jedes Mitglied entscheidet ausschließlich selber über seine Wahl
  • gleich - jede abgegebene Stimme zählt gleich
  • geheim - Wahlen sind grundsätzlich geheim und durch einfaches ankreuzen auf einem gleichartigen Stimmzettel vorzunehmen

 

Das Wahlrecht bei den Falken führt des öfteren zu Verwirrung. Selbst manche Delegierte auf Bundeskonferenzen kommen damit nicht klar. Es gibt nämlich laut Satzung gleich zwei davon!
Das aktive Wahlrecht ist das Recht der Mitglieder, selber jemanden in eine Funktion zu wählen. Natürlich nach den Wahlgrundsätzen. Die Bundessatzung schreibt vor, das dieses Wahlrecht erst mit dem 12. Lebensjahr, also ab 11 Jahren beginnt.
Das passive Wahlrecht dagegen ist das Recht der Mitglieder, selbst in Funktionen gewählt zu werden. Und dies laut Bundessatzung ab dem 15. Lebensjahr, also ab 14 Jahren beginnt. Gewählte Funktionen sind zum Beispiel die Vorstände, aber auch die Delegierten der jeweiligen Gliederung. Daraus ergibt sich, das auf Delegiertenversammlungen grundsätzlich nur Jugendliche als Delegierte teilnehmen können. Das mag ja seine Berechtigung haben. Leider erinnern Delegiertenversammlungen eher an Parteitage und gestalten sich in ihrem Ablauf und in der Wortwahl der Redner alles andere als kinderfreundlich.

Unser Kreisverband setzt sich mit seiner eigenen Satzung über die Bundessatzung hinweg, indem wir allen Mitgliedern, egal welchen Alters, das aktive Wahlrecht bei unseren Mitgliedervollversammlungen zusprechen. Übrigens steht in der Bundessatzung auch nicht, daß Kinder von normalen Abstimmungen auf Mitgliedervollversammlungen ausgeschlossen sind. Ist es nicht extra ausgeschlossen, so gilt das Gleichheitsprinzip, also alle Mitglieder haben gleiche Rechte. Wenn also ein Kind im Prinzip über einen sechsstelligen Haushalt, die Auflösung des Kreisverbandes oder andere wichtige Fragen entscheiden kann, warum nicht auch bei der Besetzung seines Vorstandes? Wohlgemerkt jeweils auf der Gliederungsebene, die der Basis am nächsten liegt. Also in unserem Fall der Kreisverband. Basisfernere Gliederungsebenen führen Delegiertenkonferenzen durch, siehe oben.

Wenn wir Kinder mitentscheiden lassen wollen, dann müssen wir ihnen die Entscheidungsmöglichkeiten auch klar und ohne unterschwellige Beeinflussung aufzeigen. Der Raum muß so gestaltet sein, daß die Hemmschwelle das Wort zu ergreifen gering ist, die Sprache der Redner muß verständlich sein und der Ablauf und die Bedeutung der einzelnen Tagesordnungspunkte in einfachen Worten erklärt werden. Wenn Kinder, trotz Pausen der Mitgliedervollversammlung vorübergehend nicht mehr beiwohnen möchten, dann sollten sie zum Beispiel in einem anderen Raum spielen dürfen. Aber ihr Wahlrecht sollen sie auf jeden Fall behalten dürfen. Auch das Recht, von diesem Recht Gebrauch zu machen oder nicht.

 

Werkwochenenden sind etwas typisches für unseren Kreisverband. Wir kommen aus vielen Dörfern und Städten. In der Woche arbeitet jeder für sich, von kleineren Treffen und regelmäßigen Telefonaten abgesehen. An den Wochenenden ist dagegen immer was los. Da sind zuerst natürlich die Wochenendfreizeiten und ansonsten eben die kostenfreien Werkwochenenden für gemeinsames Arbeiten mehrerer z.B. an Ausschreibungen. Da wird aber auch mal Hand zur Verschönerung des Büro angelegt oder unser Material gewartet. Die Computer und Drucker sind in regem Gebrauch, gemeinsam werden Videos und Dias gesehen, ins Kino gegangen oder auch mal zum Italiener. Praktischerweise werden Kreisvorstandssitzungen oft mit den Werkwochenenden verbunden. Viele Ideen werden hier ausgeheckt.

 

Die Winterschule findet jährlich zum Jahreswechsel statt. Es gibt bundesweit mehrere Winterschulen gleichzeitig, etwa 4 bis 5. Unser Kreisverband beteiligt sich seit 1994/95 (Einzelne sogar schon seit 1993/94) an der Winterschule im SBZ Oer Erkenschwick. Sie finden immer vom 27.12. bis zum 01.01. statt.

Die Winterschulleitung macht stets viel Wind um das jeweilige Thema. Wichtiger ist wohl aber doch für diejenigen, die eine AG leiten, eine Menge zur Methodik zu lernen. Also, wie kann man ein bestimmtes Thema mit bestimmten Methoden gemeinsam mit den Teilnehmern umzusetzen und dabei auch noch eine Menge Spaß haben. Winterschulen sollen Lust und Mut machen, bis zur nächsten Winterschule, bei sich in seiner Gliederung ebenfalls neue Themen und Methoden anzugehen.

Thema der Winterschule 1999/2000 ist "Agenda 21", noch ohne Motto. In diesem Jahr gibt es drei zentrale Vorbereitungsseminare: am 11./12.09., 29.-31.10. und 19.-21.11.1999.

Thema der Winterschule 1998/99 war "Rollen & Gesellschaft". 1998 gab es gleich drei zentrale Vorbereitungsseminare: am 26./27.09., 23.-25.10. und 20.-22.11.1998.

Michael W. gibt einen Bericht über die Winterschule 1998/99

Die Seiten der Internet-AG der Winterschule 1998/99: www.yi.com/home/PauleTrostmann/. [ inzwischen offline ]

Thema der Winterschule 1997/98 war "Utopie",
  das Motto: "Seid realistisch, fordert das Unmögliche!"

"Utopie kann sehr abstrakt sein, aber auch sehr konkret (z.B. Wahlen 98). Es kann sich um eine persönliche Utopie handeln oder um gesellschaftliche Vorstellungen. Jedoch soll es nicht um bloße Phantasien gehen. Das Erarbeiten von Utopien in der Winterschule soll Analysen und Kritik an Punkten der gesellschaftlichen Auseinandersetzungen (Schule, Ausbildung, Wohnen, Ökologie, Politik) beinhalten. Und damit das nicht so abgehoben wird, soll es vom konkret Erlebten der Jugendlichen ausgehen, das heißt "die Jugendlichen abholen, wo sie sind"."

[aus einem Papier zur Vorbereitung der Winterschule]

Thema der Winterschule 1996/97 war "Sozialabbau",
  das Motto: "Heiße Zeiten gegen soziale Kälte!"
Thema der Winterschule 1995/96 war "Internationalismus",
  das Motto: "Yabasta - Solidarität hilft siegen" ("Power Of The Solidarity")
Thema der Winterschule 1994/95 war "Demokratie",
  das Motto: "Werdet wild und tut schöne Dinge!"

"Unter diesem Motto steht die Winterschule 1994/95. "Wild sein" meint sich einmischen, die eigenen Interessen vertreten, Zivilcourage beweisen und den Mund aufmachen, laut und unüberhörbar, aber nicht nur reden und anklagen, sondern auch mit provokanten, witzigen und ungewöhnlichen Aktionen die bestehenden Strukturen und Moral anzugreifen und in Frage zu stellen.

Es geht um Mitbestimmung, Selbstbestimmung, Demokratie. Dies ist für uns mehr als Parlamentarismus und formale Strukturen. Es geht um die Demokratisierung aller Lebensbereiche, egal ob Wohnen, Freizeit, Ausbildung, Schule, Familie, Medien usw..

Demokratisierung hat eine andere, sozialistische Gesellschaft zum Ziel. Ziel ist das Glück der Menschen, die "schönen Dinge".

In den einzelnen Workshops der Winterschule befassen wir uns mit unterschiedlichen Aspekten des Gesamtthemas, aber immer soll es um die frage der Mitbestimmung, Selbstbestimmung und Demokratie gehen, dies ist der rote Faden der Winterschule."

[aus einem Papier zur Begrüßung
der Teilnehmer der Winterschule]

Thema der Winterschule 1993/94 war "Wohnen"


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Was glaubst Du, verbirgt sich hinter dem Begriff "Initiation"?

Erst eine eigene Entscheidung anklicken, dann nachschlagen!

die echten, ursprünglichen Gründe
eine Zündung wird vorbereitet
der Beginn einer neuen Initiative
die Urheberschaft einer Aktion
eine Reifefeier oder Einweihung
eine kurze musikalische Einleitung

Danke!

Bitte beachte, daß wir ein selbstbestimmter Teil der weltweiten Falkenbewegung sind. Unsere Meinung und Praxis muß daher nicht die Meinung und Praxis anderer oder gar aller Teile dieser Bewegung sein. Außerdem besteht dieses ABC nicht aus "Beschlußlagen", sondern aus Beträgen vieler Autoren des Kreisverbandes, etwa aus Ausschreibungen, eMails oder Seminarunterlagen. Manches Ansicht ist daher durchaus eine persönliche.
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