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Geschichte unseres Verbandes Verbot im Osten, Wiederaufbau im Westen
weist jeweils auf wichtige Ereignisse in der Geschichte der Falken in unserer Region
Hier sind nachfolgend wichtige Fakten der DDR-Zeit vermerkt. Sie gehören mit Sicherheit nicht zu unseren Traditionen, sind aber für große Teile der Bevölkerung der DDR und auch für die Großeltern und Eltern unserer heutigen Mitglieder mit prägend gewesen. Außerdem sollten Falken die Herkunft mancher Vorurteile kennen und mit Fakten entgegenen können. Die Chronik zeigt überdies die erneute totale Gleichschaltung.
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8. Mai 1945 Ende des II. Weltkrieges
"Wir müssen uns darüber klar sein, daß die konsequente, schrittweise Annäherung. das enge Zusammenarbeiten mit den Sozialdemokraten bis zur Erreichung des Zieles der Vereinigung ein ständiger Prozeß der Liquidierung aller Grundlagen der sozialdemokratischen Ideologie, des Sozialdemokratismus ist." Franz Dahlem, KPD-Funktionär 1945
11. Juni 1945 die KPD nimmt in der sowjetischen Besatzungszone ihre Arbeit auf, und am 15. Juni 1945 auch die SPD.
Auf der 1. Funktionärskonferenz der KPD am 25. Juni 1945 stellte Walter Ulbricht fest, daß es eine kommunistische Jugendorganisation nicht geben werde, sondern eine "einheitliche, freie Jugendbewegung".
Zu deren Vorbereitung bildeten sich bei den kommunalen Verwaltungen in Ostdeutschland mit Erlaubnis der sowjetischen Besatzung im Juli 1945 "antifaschistischen Jugendausschüsse" (Antifa-Jugend). Sie standen von Anbeginn unter starkem Einfluß der KPD.
Am 7. März 1946 entstand (daraus) die "Freie Deutsche Jugend" (FDJ), die sich in den folgenden Jahren rasch zur Staatsjugend und zur Kampfreserve der SED entwickelt (Vorsitzender Erich Honecker).
Außerhalb der FDJ ist organisierter Sport und das Musizieren verboten. Das ging in den Anfangsjahren sogar soweit, daß 80jährige Mitglied der FDJ werden, um angeln zu können (in: "Laager Stadtanzeiger" vom 05.03.97, S.14).
Die Jüngeren werden in der Pionierorganisation "Ernst Thälmann" organisiert,
unterteilt in "Jungpioniere" s. Anhang und "Thählmannpioniere" s. Anhang (Vorsitzende Margot Feist, spätere Ehefrau Honeckers).
Die FDJ arbeitet bis zu ihrem Verbot am 26.06.1951 (Bundesregierung, am 16.07.1954 durch Bundesverwaltungsgericht bestätigt), danach illegal, auch in Westdeutschland als Parteijugendorganisation der KPD, die 1956 verboten wird. Ihre Rolle übernehmen in der Folge MSB Spartakus und SDAJ und DKP ab 1968.
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 1945 |
21. bis 22. April 1946 in Ostdeutschland Zwangsvereinigung der SPD mit der KPD zur Sozialistischen Einheitspartei (SED). Damit hört die Sozialdemokratische Bewegung und ihre Partei, nach 12 Jahren Nazidiktatur, in Ostdeutschland erneut für weitere 43 Jahre auf zu existieren.
26. -28. Juli 1946 SPD-Jugendkonferenz in Nürnberg mit Vertretern aus den Westzonen und Berlin. "Die Falken - Sozialistische Jugendbewegung" soll als Kinder- und Jugendorganisation, als Nachfolgeorganisation der "Kinderfreunde" und der "SAJ", aufgebaut werden.
Erster Vorsitzender des Verbandes nach dem Krieg ist Erich Lindstaedt (gestorben 29.02.52), gefolgt 1953 von Heinz Westphal bis 1957, gefolgt von Karl-Heinz Prall bis 1960.
30.9. - 2.10.1946 Gründungskongreß der IUSY - "Internationalen Union der Sozialistischen Jugend" in Paris, mit Sitz in Wien. Alle drei bis vier Jahre finden weltweite IUSY-Festivals statt.
20. Oktober 1946 In Berlin finden die ersten freien Wahlen seit 1933 statt. Wahlsieger wird die SPD mit 48,7 Prozent der Stimmen; die SED erhält in Berlin 19,8 Prozent.
In den gleichzeitig stattfindenden Landtagswahlen in der Sowjetischen Besatzungszone 47,6 Prozent der Stimmen. Dort ist die SPD kaltgestellt und die Allierten kontrollieren die Wahl nicht, wie in Berlin.
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 1946 |
10. Oktober 1947 Wiedergründung der "Internationalen Falkenbewegung" - International Falcon Movement - IFM in Amsterdam. Alle drei bis vier Jahre finden weltweite IFM-Camps statt, zuletzt 1994 in Reinwarzhofen/Bayern.
9. September 1948 Kundgebung mit Ernst Reuter vor der Reichstagsruine in Berlin. Wolfgang Scheunemann (18), Falkengruppenleiter aus Tiergarten, wird am Brandenburger Tor von Volkspolizei erschossen, als er sich schützend vor eine Falkenhelferin stellt.
13. Dezember 1948 Gründung des Verbandes der "Jungen Pioniere" in der DDR.
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 1947
1948 |
25. bis 28. Januar 1949 Die erste Parteikonfernz der SED tagt in Berlin
und propagiert die "Partei neuen Typus", also eine stalinistisch-zentralistischen Kaderpartei. Die Leitung der Partei übernimmt das "Politbüro".
Die Blockparteien CDU, LDP (später LDPD, NDPD und DBD) sind gleichgeschaltet.
25. Juli bis 30. August 1949 Erstes Zentrales Pionierlager in Prora auf Rügen.
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 1949 |
27. bis 30. Mai 1950 Deutschlandtreffen der FDJ in Ostberlin. Mit dabei etwa 20.000 Junge Pioniere. Am Pfingstsonntag findet ein achtstündiger Vorbeimarsch von rund 700.000 Jugendlichen an der Ehrentribühne statt.
15. Oktober 1950 In der DDR finden Volkskammer-, Landtags- und Gemeindewahlen nach Einheitslisten der "Nationalen Front" statt; die Wahlbeteiligung wird mit 98,44 Prozent angegeben, die Ja-Stimmen mit 99,7 Prozent.
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 1950 |
1951 auf der 3. Verbandskonferenz in Heidelberg Umbenennung in "Sozialistische Jugend Deutschlands - Die Falken". Die Zweiteilung des Verbandes in "Falken" und "Sozialistische Jugend" wird für zwanzig Jahre durch eine Dreiteilung in "Falken", "Rote Falken" (von 12 bis 16 Jahren) und "Sozialistische Jugend" ersetzt.
Juli/August 1951 In 39 Zentralen Pionierlagern verbringen Tausende Junge Pioniere ihre Ferien.
5. bis 19. August 1951 in Ostberlin III. Weltfestspiele der Jugend und Studenten und XI. Akademischen Sommerspiele.
An der zweiwöchigen Veranstalltungsfolge nehmen rund 26.000 Deligierte aus 104 Ländern und rund zwei Millionen Jugendliche aus der DDR teil.
Propagandistischer Höhepunkt ist die "Friedensdemonstration" am 12. August. Mehr als acht Stunden defilieren die Kolonnen an der Tribüne mit Staats- und Parteiprominenz vorbei.
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 1951 |
27. bis 30. Mai 1952 IV. Parlament der FDJ in Leipzig.
Walter Ulbricht erklärt, die Jugendlichen sollten das Waffenhandwerk erlernen, "um unser Vaterland mit der Waffe zu verteidigen". Aufmarsch bewaffneter FDJ-Gruppen.
Beschluß der FDJ, "die deutsche Jugend zum Schutz unserer demokratischen Errungenschaften und zur Verteidigung der Heimat zu organisieren".
18. bis 25. August 1952 I. Pioniertreffen in Dresden. Die Pionierorganisation erhät den Namen "Ernst Thählmann" (Vorsitzender der KPD bis 1933)
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 1952 |
5. bis 7. Juni 1954 Die FDJ veranstaltet in Ostberlin das zweite Deutschlandtreffen der Jugend.
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 1953 1954 1955 1956 1957 1958 1959 |
Sechziger Jahre der Verband wird immer mehr zu einem Kinderverband. Pädagogische Arbeit dominierte vor der politischen. Bundesvorsitzender seit 1960 Horst Zeidler, seit 1965 Klaus Flegel.
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 1960 1961 1962 1963 1964 1965 1966 1967 1968 1969 |
1973 "Linkswende" im Bundesverband. Konrad Gilges löst Dieter Lasse als Bundesvorsitzender ab. In den folgenden Jahren gibt es auch einige praktische Änderungen: Einführung des "Solidaritätsfonds", Verlegung des Bundessekretariats von Frankfurt/Main nach Bonn.
1974 Arbeiterjugendtag in Köln (erstmals nach 19 Jahren wieder) "Gegen Ausbeutung und Unterdrückung, gegen Militarismus, Faschismus und Reaktion - für Demokratie und Sozialismus" mit 6.000 Delegierten.
1975 Einweihung des "Salvador-Allende-Haus", Sozialistisches Bildungszentrum (SBZ) in Oer-Erkenschwick.
1977 Sozialistischer Jugendtag in Stuttgart unter Beteiligung von 5.000 Falken.
1. bis 3. Juni 1979 Arbeiterjugendtag in Berlin mit 12.000 Teilnehmern.
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 1970 1971 1972 1973 1974 1975 1976 1977 1978 1979 |
vor 1989 organisiert die FDJ etwa 2.300.000 Mitglieder in 101.607 Gruppen und 29.162 Grundorganisationen. Die FDJ leitet 2.490 Singeklubs, 2.683 Schulklubs und 10.298 Jugendklubs. 1.400.000 Jung- und Thälmannpioniere in rund 69.000 Pioniergruppen und 5.594 Pionierfreundschaften. In der DDR gibt es 160 "Häuser der Jungen Pioniere", 189 "Stationen Junger Naturforscher und Techniker", 87 "Stationen Junger Touristen" innerhalb der Pionierorganisation. [1987 nach Angaben der FDJ]
Gebote der Jungpioniere
Gesetze der Thälmannpioniere
Gelöbnis der Jugendweiheteilnehmer in der DDR
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 1980 1981 1982 1983 1984 1985 1986 1987 1988 1989 |
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