In den ersten Jahren unseres Kreisverbandes spielten Alkohol und Nikotin kaum eine Rolle. Die damals noch wenigen Mitglieder und Freunde waren sich in ihrer Haltung dazu einig und wußten damit umzugehen.
Inzwischen sind wir deutlich mehr Mitglieder und Freunde geworden, die in ihrer Zusammensetzung zum Teil auch älter sind.
Seit einiger Zeit beobachten wir, daß manche Teilnehmer unsere Fahrten und Wochenenden vorsätzlich und wie selbstverständlich zum Trinken mit ihren Freunden zu nutzen.
Abgesehen von gesetzlichen Bestimmungen, die auch im Rahmen unseres Kreisverbandes gelten, hat solch ein Verhalten Auswirkungen auf das was wir tun.
Wer seine Sinne durch Alkohol und andere Drogen beeinträchtigt, am Ende gar geistig und körperlich mehr oder weniger abhängig wird, der verliert nach und nach das Interesse an seiner Umwelt. Gesellschaftlichen Umstände werden hingenommen. Das Interesse gilt dann zunehmend der Beschaffung der Drogen und dem Erreichen eines bewußtseinsveränderten Zustandes.
Wir nehmen die Verantwortung gerade auch gegenüber den teilnehmenden Kindern sehr ernst. Wir wollen ihnen Vorbild sein und sie dahingehend stark machen, daß sie Drogen aller Art widerstehen können. Das geht aber nicht, wenn wir gleichzeitig an die Älteren einen anderen, nachsichtigeren Maßstab legen.
Wir wollen nicht in den Ruf kommen, daß das Trinken bei uns "normal" und geduldet wäre. Alkohol und Drogen stärken nicht die Gemeinschaft, sondern gefährden sie. Unter ihrem Einfluß nehmen Unfälle und Gewalt zu.
Während der Fahrten und Aktivitäten tragen unsere ehrenamtlichen Helfer eine hohe Verantwortung. Nachfolgender Beschluß dient darum dazu, unsere ehrenamtlichen Helfer zu unterstützen, dieser Verantwortung auch gerecht zu werden. Letzlich schützen wir unsere Helfer damit.
Es ist übrigens auch kein Wunder, daß es in diesem Jahr leider keine übliche Jugendfahrt im Sommer gibt (abgesehen von der Wanderung durch Lappland). Selbst unsere erfahrensten Helfer lehnen es ab, die Verantwortung über eine mehrwöchige Fahrt zu übernehmen. Es wäre nur eine Frage der Zeit, das selbst Wochenenden unter diesem Vorbehalt stehen.
Daher ist es dringend an der Zeit zu handeln. Der Kreisvorstand hat darum auf seiner Sitzung am 19.02.1999 beschlossen:
"Ab sofort besteht ein generelles Alkoholverbot auf allen Fahrten und Aktivitäten des Kreisverbandes für alle Teilnehmer unter 16 Jahren.
Teilnehmer über 16 Jahre dürfen Alkohol erst ab der Nachtruhe und auch dann nur in einem angemessenem Maße einnehmen.
Bei Verstoß gegen diese Regelung streichen wir diejenigen sofort und ohne Ausnahme aus unserem Postverteiler. Das bedeutet den Ausschluß von allen künftigen Fahrten und Aktivitäten unseres Kreisverbandes.
Diese Regelung gilt besonders auch für die Helfer und Junghelfer. Und sie gilt ebenso für unsere Mitglieder, mit dem einzigen Unterschied, daß über den Ausschluß aus dem Kreisverband der Kreisvorstand beschließt.
Illegale Drogen dulden wir im Kreisverband generell nicht. Ihre Benutzung führt zum sofortigem Ausschluß.
Im Kleingedruckten der Ausschreibung künftiger Fahrten und Aktivitäten werden wir folgenden Satz unterschreiben lassen: Der Teilnehmer hält sich an die Regelungen des Jugendschutzgesetzes."
"Schauen wir der Zukunft nüchtern ins Auge!"
Freundschaft
Deine Falken
P.S.- Anfang Juli 1999 wird es ein Wochenende zum Thema Umgang mit Drogen geben.
- Und im Herbst 1999 betrachten wir das Thema Drogen auf einem Seminar von der politischen Seite.