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Bundeslied für den Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein Worte: Georg Herwegh, 1863 Weise: Peter Heinz D A D 1. "Bet' und arbeit'!" ruft die Welt. G Em A Bete kurz, denn Zeit ist Geld! Em A D An die Türe pocht die Not, G D A D bete kurz, denn Zeit ist Brot! 2. Und du ackerst, und du säst, und du nietest, und du nähst. Und du hämmerst, und du spinnst, sag, o Volk, was du gewinnst? 3. Wirkst am Webstuhl Tag und Nacht, schürfst im Erz- und Kohlenschacht, füllst des Überflusses Horn, füllst es hoch mit Wein und Korn. 4. Doch wo ist dein Mahl bereit? Doch wo ist dein Feierkleid? Doch wo ist dein warmer Herd? Doch wo ist dein scharfes Schwert? 5. Alles ist dein Werk, o sprich, alles, aber nichts für dich! Und von allem nur allein, die du schmiedst, die Kette, dein! 6. Mann der Arbeit, aufgewacht, und erkenne deine Macht! Alle Räder stehen stillt, wenn dein starker Arm es will! 7. Brecht das Doppeljoch entzwei! Brecht die Not des Sklaverei! Brecht die Sklaverei der Not! Brot ist Freiheit, Freiheit Brot!
Als 1863 der Allgemeine Deutsche Arbeiterverein gegründet wurde, bat sein erster Präsident Ferdinand Lassalle den Dichter Georg Herwegh um ein revolutionäres, anfeuerndes Bundeslied. Im Oktober 1863 übersandte Herwegh dem Freund, den er einige Jahre vorher in Heinrich Heines Wohnung kennengelernt hatte, sein "Bundeslied". Lassalle trug es mit zündender Wirkung auf vielen Versammlungen vor. Von dieser ersten "Hymne des deutschen Proletariats" gibt es verschiedene Vertonungen, darunter ein vierstimmiger Chorsatz von dem bekannten Komponisten und Dirigenten Hans von Bülow unter dem Pseudonym "Solinger". 1910 wurde das "Bundeslied" vom Landgericht I Berlin verboten.
Zum traditionellen Erbe der Falken gehören Lieder. Darunter entstammen viele der internationalen Arbeiterbewegung. Kennst Du Falkenlieder und vor allem, würdest Du sie singen?
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