Anschrift: IFM-SEI, 3, Rue Quinaux, B-1030 Brussels, Belgium, Telefon: +32 22 15 79 27, Fax: +32 22 45 0085, eMail contact@ifm-sei.org
www.ifm-sei.org
Die IFM-SEI, International Falcon Movement - Socialist Educational
International, ist seit 1924 der Dachverband der weltweiten Falkenbewegung.
Hierüber versuchen die Falken auf internationaler Ebene Einfluß
auf die Politik im Sinne von Kindern und Jugendlichen zu nehmen. Weiterhin
ist es ein Austauschgremium, um Erfahrungen für alle geminsam nutzbar
zu machen. Über die IFM-SEI werden auch Solidaritätsprojekte
organisiert. Hinzu kommen geminsame Aktivitäten wie die alle drei
Jahre stattfindenden internationalen Camps. Auch gemeinsame Tagungen und
Fortbildungen gehören zu den Aufgaben der IFM-SEI und werden
über das eigene Bildungsinstitut, das
Olof Palme Institute organisiert.
Das IFM-Camp 1997
Im Juli 1997, genauer vom 17.07. - 27.07. wird es in Zánka in Ungarn wieder ein IFM-Camp geben. Unser Bundesverband plant dazu ein zweiwöchiges Vorcamp am Ort. Leider wird es aus Mecklenburg-Vorpommern laut Beschluß des Landesvorstandes keine Beteiligung geben.
"Kommt alle zum internationalen IFM-Camp 1997 nach Zánka"
"Jugendkulturen - Weltkulturen" lautet das Motto für 3000 Falken-Kinder und -Jugendliche aus aller Welt, die sich vom 17. bis 27. Juli 1997 am Ufer des Balaton-Sees in Ungarn treffen.
Weltkulturen - was soll das sein? werdet Ihr vielleicht fragen. Es ist damit all das gemeint, wie Menschen überall in der Welt ihr Zusammenleben gestalten.
Kultur: Das ist unsere Musik oder unsere Sprache, unsere Kleidung oder unser Essen, das sind unsere Spiele, unsere Träme und unsere Ideen.
Auf dem IFM-Camp können sich Kinder aus aller Welt kennenlernen und in Spiel, Sport und Diskussionen eine gemeinsame Sprache finden.
Es gibt viel Neues zu entdecken, überraschende Gemeinsamkeiten und spannende Unterschiede, es gibt vieles gemeinsam zu unternehmen und natürlich könnt Ihr viele neue Freundinnen und Freunde finden.
Vielleicht wißt Ihr ja, was auf englisch oder ungarisch "Kommst Du heute mit zum Strand?" oder "Wenn Du Lust hast, kannst Du mit uns Fußball spielen!" heißt.
Oder "Kinder sind zwar unterschiedlich, aber sie haben alle die gleichen Rechte!"
Kramt schon einmal Eure Wörterbücher heraus.
Übersetzt diese Sätze in alle Sprachen, die Ihr kennt und schickt Eure Übersetzungen an die Redaktion der FREUNDSCHAFT. Ihr könnt ein Falken-Wörterbuch gewinnen!
ein Text aus der "Freundschaft 1/97"
1991 fand es in Schweden statt. Daran beteiligten sich Falken aus Mecklenburg-Vorpommern in einer ihrer ersten Fahrten.
Ausschreibung IFM-SEI-Camp Reinwarzhofen 16.07. - 05.08.1994
Hinter dem Namenskürzel IFM-SEI verbirgt sich die "International Falcon Movement - Socialist Educational International", die offiziell anerkannte Kinder-Internationale der weltweiten sozialdemokratischen Bewegung. Ein erklärtes Ziel war es immer, den Arbeiterkindern eine bessere politische und soziale Zukunft zu ermöglichen.
Die SJD-Die Falken richtet dieses Camp für die IFM-SEI in der Nähe von Nürnberg, genauer gesagt in Reinwartshofen, aus. Dort werden ca. 5000 Kinder aus 52 Ländern erwartet. Alle, die vielen Kinder und HelferInnen aus allen Regionen der Erde, werden dazu beitragen, das Camp zu einem tollen Erlebnis werden zu lassen. Die Kinder, die am IFM-SEI-Camp teilnehmen, werden Freunde und Freundinnen aus vielen Ländern der Welt finden. Sie werden verstehen, warum andere Kinder anders leben und aussehen als sie selbst, und sie werden erkennen, daß sie alle Kinder einer Welt sind. Dieses Miteinanderleben in einem internationalen Camp ist die beste Voraussetzung dafür, der Angst vor dem Fremden und Unbekannten, der Ausländerfeindlichkeit vorzubeugen und Vorurteile durch ein konkretes Miteinander abzubauen.
Kinder haben Rechte- auf der ganzen Welt. Unter diesem Motto werden sich die Kinder treffen. Der zweite inhaltliche Schwerpunkt des Camps, das Kennenlernen der Kulturen verschiedener Nationen, wird am Beispiel eine Zirkusidee bearbeitet. Eine Zirkusfamilie bietet im Camp Angebote zum Zuschauen und Selbermachen an. Zirkus findet weltweit Verbreitung, alle Kinder können etwas zu seiner Ausgestaltung beitragen.
Auch die SJD - Die Falken Mecklenburg - Vorpommern wird mit 45 Kindern an diesem Camp teilnehmen. Die An- und Abreise erfolgt mit dem Bus. Der Teilnehmerbeitrag für diese erlebnisreichen 3 Wochen beträgt 510,- DM
Bericht vom IFM-SEI-Camp Reinwarzhofen 16.07. - 05.08.1994
"Hand in Hand - Kinder dieser Welt"
Am 16.07. war es endlich so weit - Sommer, Urlaub, Zeltlagerzeit. Der Streß in der Schule und das Bangen um Zensuren war für 45 Kinder und Jugendliche aus Mecklenburg - Vorpommern vorbei. Nach einigen Tagen anstrengenden Kofferpackens ging es für sie los. Im Bus eingezwängt aber trotzdem guter Laune fuhren wir nach Reinwarzhofen. Diesen Ort werdet ihr auf fast keiner Landkarte finden. Also mal kurz etwas zur Gegend. Der besagte Ort liegt ca. 50 km südlich von Nürnberg. Das Campgelände erstreckte sich über eine Fläche von ca. 20 Hektar - eine riesiges Gebiet, auf dem 4000 Campteilnehmer aus allen Ländern der Erde untergebracht wurden.
Uns wurde erzählt, daß es den Platz schon sehr lange gibt. Ich glaube seit dem 1959 fahren die Falken dorthin schon ins Zeltlager. Und nicht nur Teilnehmer aus den Landesverbänden in Deutschland, sondern auch Falken aus ganz anderen Ländern der Erde. 1965 soll hier sogar schon einmal ein IFM -Camp stattgefunden haben.
Endlich angekommen ging es auf in unser Dorf. Dort gab es noch sehr viel zu tun - Regale bauen, Stroh verteilen und Zelte einrichten. Mit der Zeit kamen auch die anderen. Wir bildeten mit den Delegationen aus Schleswig - Holstein und Schweden ein Dorf. Nach dem ersten Kennenlernen und der üblichen Anfangshektik, ging es dann so richtig los. Um das Lager näher kennenzulernen trafen wir uns zu einem Camprundgang. Dort entdeckten wir einige wichtige Einrichtungen und Überaschungen. Die Küche, die Sanistation, den Kinderkonsum, das Lagerradio, die Dixi-klos und die Telefonzellen und - ach ja - ein Zirkuszelt. Alle wollten gleich zur ersten Vorstellung. Als wir dann erfuhren, daß jedes Dorf ein eigenes Programm einstudieren und vorstellen kann, war die Begeisterung groß.
Nach diesem erschöpfenden Rundgang ging es ans Pläneschmieden. Was war alles möglich - Spaziergänge und Spiele in der Umgebung, natürlich ein Besuch der Höhlen - auch wenn der Gruppenleiter es nicht erlaubte -, Discos im Wald, Lagerfeuer, Volleyballspiele, Ausflüge nach Nürnberg und München, ... . Das alles macht natürlich nur mit vielen Freunden richtig Spaß. Um evtl. Sprachprobleme abzubauen, hatte jeder in seinem Lagerausweis ein kleines Wörterbuch ständig dabei.
Die Sprache war kein Hindernis den schwedischen Teilnehmern "Mau-Mau" beizubringen. Sie spielten es dann mit Meisterschaft und wir hatten zu tun, auch mal zu gewinnen. Besonders anstrengend und interessant wurde es dann, als es zum Außenlager gehen sollte. Einige von uns wollten die Nacht auf einem Bauernhof irgendwo in der Gegend verbringen. Frohen Mutes begaben sie sich auf den Weg. Die Verpflegung wurde mit dem Auto zur Unterkunft gefahren. Die anderen, die im Lager blieben, wärmten sich abends an einem Lagerfeuer und waren sehr erstaunt, als die anderen mitten in der Nacht wieder im Lager ankamen. Mit einer schlechten Karte und im Dunkeln war der Weg einfach nicht zu finden gewesen. Mit all diesen Unternehmungen vergingen diese 3 Wochen wie im Fluge. Die Zeit reichte kaum aus, um alles was auf dem Platz und seiner Umgebung angeboten wurde mitzumachen.
Kathrin H.
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